Deutsches Jugendrotkreuz Journal Klimahilfe JETZT! 2020

29 DIE TEMPERATUR STEIGT HITZEBELASTUNG WIRD ZUM PROBLEM Die Hitzebelastung zählt in Deutschland zu den größten Risiken für die Gesundheit. Hitzschlag, Flüssigkeitsmangel, Sonnenstiche und Hitzekrämpfe können die Folge sein. Gesunde Jugendliche und Erwachsene sind in der Regel nicht gefährdet, wenn sie genügend essen und trinken. Alte Menschen, Kleinkinder, behinderte Menschen und chronisch Kranke jedoch sind einer erhöhten Ge- fahr ausgesetzt. Auch Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen sowie der Konsum von Alkohol, Drogen und zu viel Koffein können dazu führen, dass der Körper nicht in der Lage ist, sich entsprechend anzupassen. Denn normalerweise gleicht der Körper an heißen Tagen seine Temperatur aus, indem er Hitze durch Schwitzen abgibt. So verliert er Flüssigkeit und Mineralstoffe. Deshalb ist es so wichtig, zu trinken! Ältere Menschen verspüren allerdings nur selten Durst – sie trinken nicht genug und gleich- zeitig schwitzen sie weniger. Der Körper ist dadurch extrem belastet, Hitzeerschöpfung mit Aus- trocknung kann die Folge sein. Von Perioden extremer Hitze werden in Deutschland einige Regionen besonders betroffen sein. Großstädtische Ballungsräume und Städte, die in Tälern oder Kesseln liegen, sind gefährdeter als ländliche Gebiete. Aber auch Bayern und der Oberrheingraben haben eine stärkere Erwärmung als der Rest von Deutschland zu erwarten. TIPPS ZUM SELBSTSCHUTZ BEI EXTREMER HITZE • Im Schatten aufhalten • Lockere Kleidung und Kopfbedeckung tragen • 2–3 Liter pro Tag trinken (Wasser oder verdünnte Säfte) • Koffeinhaltige Getränke und Alkohol vermeiden • Leichte und salzhaltige Kost essen • Körperliche Anstrengungen vermeiden

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