Deutsches Jugendrotkreuz Journal Klimahilfe JETZT! 2020

59 WAS ICH SELBST TUN KANN Angesichts des Ausmaßes der Klimakrise entsteht oft ein Gefühl der Ohn- macht. Dabei ist Engagement für den Klimaschutz ganz einfach – denn es beginnt zu Hause. Ein erster Schritt ist damit getan, sein eigenes „selbst- verständliches“ Verhalten im Alltag kritisch zu hinterfragen, zum Beispiel … … mein Verhalten bei der Mobilität: Muss ich mit dem Auto fahren oder geht es auch zu Fuß oder mit dem Rad? Muss es jedes Jahr eine Fernreise mit dem Flugzeug sein oder komme ich auch mit dem Zug gut voran? … mein Verhalten beim Energieverbrauch: Schalte ich die Standby-Funktion meiner Geräte nach Benutzung aus? Habe ich einen Erneuerbare-Energien-Stromanbieter? Achte ich beim Kauf elektro- nischer Geräte auf den Energieverbrauch? Der sparsame und nachhaltige Um- gang mit Energie sollte für mich zur Selbstverständlichkeit werden. Wenn mir das bewusst ist, dann ist der dritte Schritt gar nicht schwer. …mein Verhalten beim Lebensmittelkonsum: Wie viel Fleisch landet auf meinem Teller? Kaufe ich saisonale Produkte? Kaufe ich eher Ökoprodukte oder konventionelle? So werde ich aktiv: Um mich für Klimaschutz und Klimaanpassung zu engagieren und andere Men- schen dafür zu mobilisieren, muss ich nicht in der Politik sein. Ganz praktisch kann ich mich in meiner Familie, in der Schule oder innerhalb des JRK für mehr Klimabewusstsein einsetzen. Ich kann Aktionen wie Baumpflanzungen oder Schulworkshops zum Thema Klimawandel und Klimaanpassung initiieren, mich in meiner Gemeinde für mehr Klimaschutz engagieren oder bei einer klimapoli- tischen Jugendbewegung mitmachen. Wir alle können etwas zum Wohl des Planeten und seiner Menschen bei- tragen – und es mit den Worten Gandhis halten: „Sei du selbst die Verände- rung, die du dir wünschst für diese Welt.“

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