Deutsches Jugendrotkreuz Journal Klimahilfe JETZT! 2020

46 Die Folgen des Klimawandels betreffen die ganze Welt, doch unter seinen Auswirkungen leiden vor allem die Verletzlichsten, die ohnehin am meisten Hilfe brauchen. Immer mehr Menschen werden von extremen Dürren, Überflutungen und immer stärker werdenden tropischen Stürmen bedroht. Wenn sie dadurch ihre Lebensgrundlage verlieren – sei es, weil ein Hurrikan ihr Haus zerstört oder eine Dürre ihren Boden unfruchtbar gemacht hat –, sind sie gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. 45 Ein Beispiel für die zerstörerischen Auswirkungen der Erderwärmung sind unter anderem die Wirbelstürme, die Mosambik zu Beginn des Jahres 2019 verwüstet haben. Erstmals in der Geschichte des Landes musste die dor- tige Bevölkerung in einer Wirbelsturmsaison gleich zwei Zyklone ertragen. Für viele Menschen weltweit bedeuten die Klimaveränderungen außerdem Wassermangel und KL IMABEDINGTE MIGRAT ION Hunger – etwa in der Region um den Tschadsee in der Sahelzone, einst einer der größten Seen Afrikas. In vielen Ländern der Welt ist zudem durch die steigenden Tem- peraturen und durch häufigere Überschwemmungen das Risiko gewachsen, sich mit durch Wasser übertragene Krankheiten wie Cholera und durch Insekten übertragene Krankheiten wie Malaria, Denguefieber und der Lyme- Krankheit zu infizieren. Bis zum Jahr 2050 könnte laut der Internationalen Orga- nisation für Migration die Zahl der Menschen, die aufgrund von klimabedingten Wetterveränderungen ihre Heimat ver- lassen müssen, 200 Millionen erreichen. 46 „Der Klimawan- del könnte zum Hauptfluchtgrund werden“, prognostizierte schon 2009 der damalige Hohe Flüchtlingskommissar und heutige Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen. 47 UND MASSNAHMEN, DIE HELFEN TOGO KLIMABEDINGTE MIGRATION

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