Deutsches Jugendrotkreuz Journal Klimahilfe JETZT! 2020
22 Am 25. Juli 2019 wurde die höchste Temperatur in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ge- messen: 42,6 °C in Lingen an der Ems. Im Zeitraum von 1881 bis 2018 ist die durchschnittliche Temperatur hierzu- lande um 1,5 °C angestiegen, allein in den vergangenen fünf Jahren um 0,3 °C. In den letzten 20 Jahren haben sich Hitzewellen, Starkniederschläge und Sturmböen gehäuft. Diese Phänomene treten länger, öfter oder intensiver auf. Konkrete Folgen des Klimawandels in Deutschland sind: • Anstieg des Meeresspiegels, häufigere Sturmfluten an der Nordseeküste und Überflutungen an Fluss- mündungen im Ostseeraum • häufigere Extremwetterereignisse (Hitzewellen, Stürme, Starkniederschläge) • Gletscherschmelze • häufigere Hochwasser Der Klimawandel wirkt sich gravierend auf die natürli- chen Ökosysteme und die Menschen aus. Die biologische Vielfalt (Biodiversität) geht verloren, was die Ökosysteme schwächt. Diese Anfälligkeit zeigt sich vor allem in den Alpen und in Feuchtgebieten, wo Wasserverlust droht. In den deutschen Küstenregionen steigt hingegen das Überschwemmungsrisiko und die Gefährdung des Watten- meers wächst. Schon jetzt beeinflussen diese Veränderun- gen den Alltag der Menschen: Der Klimawandel bedroht Sicherheit, natürliche Lebensgrundlagen, Gesundheit und wirtschaftliche Existenzen. Im Jahr 2008 hat das Bundeskabinett die Deutsche An- passungsstrategie an den Klimawandel (DAS) beschlos- sen. Darin werden Risiken benannt und wichtige Maß- nahmen vorgeschlagen, um Deutschland besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen und mögliche Schä- den zu begrenzen. Seit 2011 gibt es zudem den Aktions- plan Anpassung (APA), um die Strategie zu konkretisieren, insbesondere im Gesundheits-, Energie- und Tourismus- bereich, beim Schutz der biologischen Vielfalt sowie beim Küsten- und Hochwasserschutz. Seit 2015 gibt es einen Fortschrittsbericht zur DAS. BONN, NORDRHEIN-WESTFALEN KLIMAWANDEL
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